Bilaterale: Die kritische Sommerserie 2026.

Bilaterale: Die kritische Sommerserie 2026.

Sommerserie 2026: Sieben Episoden zum Paket Schweiz-EU aus Bürgersicht.

Im Juni 2026 hatten wir uns ein Jahr lang mit dem Paket Schweiz-EU beschäftigt. Wir hatten Vertragstexte gelesen, Seiten gezählt und Vernehmlassungsantworten geschrieben. Was fehlte, war eine Form, die auch jene erreicht, die nicht schon mittendrin stecken. So entstand die Idee einer Sommerserie: sieben Folgen, jede für sich lesbar, zusammen ein Ganzes. Die Vernehmlassung war abgeschlossen, die Beratung im Parlament stand bevor. Es war der richtige Moment, einen Schritt zurückzutreten und das Ganze in Ruhe anzuschauen. Ferienlektüre im klassischen Sinn ist die Serie nicht. Aber sie ist so geschrieben, dass man sie in Etappen lesen kann, eine Episode pro Abend. Oder alle an einem Regentag.

Den Auftakt macht «Der Wahnsinn». Die Episode fragt, warum man ein Vertragswerk befürworten soll, das kaum jemand ganz gelesen hat. «Berner Scharade» geht der Frage nach, warum die neuen Verträge eben keine Fortsetzung des bisherigen bilateralen Wegs darstellen. «Passt nicht» zeigt, warum sich die Menschen hier eher mit der Schweiz verbunden fühlen als mit der EU. «Immer dasselbe» blickt bis zum EWR-Nein von 1992 zurück und fragt, ob es für die Mehrheit diesmal besser wird.

«Nicht unser Deal» vertieft die Personenfreizügigkeit, weil sie langfristig am stärksten wirkt. Mit «Freiheitsmüde?» verlässt die Serie die Mechanik der Verträge und fragt nach der Gesellschaft dahinter. Den Abschluss bildet «Mehr Freiheit, weniger Staat». Diese letzte Episode belässt es nicht bei der Kritik. Sie formuliert drei Vorgaben des Souveräns an die politische Führung und skizziert den Rahmen für einen eigenen Gegenentwurf der Schweiz.

Wir haben die Episoden zwischen dem 24. Juni und dem 28. Juli 2026 veröffentlicht und jeweils auf LinkedIn angekündigt. Die Resonanz hat uns gefreut, auch die kritische. Eine Serie wie diese lebt davon, dass man sich an ihr reibt.

Geschrieben haben wir die Serie zu zweit, Maurizio Vogrig und ich. Unser Massstab waren die Primärquellen, also die Vertragstexte selbst und die Unterlagen des Bundes. Wo wir etwas deuten, sagen wir es. Und wo die Befürworter gute Gründe haben, nennen wir sie, bevor wir widersprechen. Wer nach der Serie tiefer gehen will, findet in den Episoden die Links zu unseren Lesehilfen, zur Rechtsmechanik und zu den Vertragstexten.

Heute ist die Serie vollständig, mit Einleitung, Vorwort und allen sieben Episoden auf einer Seite. Sie können vorne beginnen oder dort einsteigen, wo Sie die Frage am meisten interessiert. Wer nur wenig Zeit hat, liest zuerst die Einleitung. Sie fasst in wenigen Zeilen zusammen, worum es uns geht.

Roland Voser, 15. Oktober 2026

Bilaterale: Die kritische Sommerserie 2026.

Einleitung, Vorwort und alle sieben Episoden der Sommerserie auf einer Seite.

Seit 2018 Chief Editor, Mitbegründer und Teilhaber von smartmyway. Vorher Geschäftsführer von Media Markt E-Commerce AG, Media Markt Basel AG und Microspot AG, Geschäftsleitungsmitglied bei Interdiscount AG und NCR (Schweiz) AG sowie Managementberater bei AWK AG. Heute Autor mit Schwerpunkt auf politischen Analysen und fiktiven Geschichten.