Unterhaltung: Das Kreuz des Francesco Bernardi

Tessin-Krimi: Der erste Fall von Commissario Bernardi als Fortsetzungsgeschichte.

Nach viel Politik braucht es manchmal einen Ausgleich. Für uns war es ein Projekt, das wir schon lange machen wollten: einen Kriminalroman, der dort spielt, wo wir zu Hause sind. Im Tessin, genauer im Sottoceneri, zwischen dem Malcantone, dem Luganersee und den Hügeln über Cademario.

Die Hauptfigur ist Francesco Bernardi, Capo Commissario der Kriminalpolizei in Locarno. Ein Mann Anfang sechzig, erfahren, eigenwillig und eigentlich reif für eine Pause. Genau die will er sich gönnen, im Kurhaus von Cademario, mit Filzpantoffeln und dem Blick ins Weisse, wenn der Nebelregen wieder einmal die ganze Aussicht verschluckt. Doch aus der Auszeit wird nichts. Ein verstörender Mord holt ihn schneller ein, als ihm lieb ist.

Wir erzählen die Geschichte mit Zeit. Wer das Tessin kennt, wird Orte, Stimmungen und Eigenheiten wiedererkennen. Wer es nicht kennt, bekommt hoffentlich Lust darauf. Die Spannung baut sich langsam auf, so wie sich im Frühling der Nebel über dem Malcantone hebt, und die Figuren dürfen sich entwickeln, bevor sie sich verdächtig machen.

Wir veröffentlichen den Roman als Fortsetzungsgeschichte. Bis heute sind vier Kapitel online, vom «weissen Zimmer» bis «Bianco Rovere». Ich schreibe, Maurizio Vogrig publiziert, und wir beide freuen uns über jede Rückmeldung. Neue Kapitel kündigen wir jeweils auf LinkedIn an. Die online veröffentlichten Kapitel sind als Leseprobe gedacht, die ganze Geschichte erscheint als Buch.

Eine Postkartenidylle wollen wir dabei nicht zeichnen. Das Tessin hat neben Palmen und Grotti auch seine Schattenseiten, und die gehören in eine gute Geschichte genauso. Die Kapitel tragen Namen von Orten und Dingen, die hier eine Bedeutung haben, wie das Kreuz auf der Alpe Agra.

Beim Schreiben merken wir, wie sehr uns die Gegend selbst inspiriert. Ein Spaziergang über die Alpe, ein Kaffee in einem Dorf im Malcantone, ein Gespräch über den Gartenzaun. Vieles davon findet in veränderter Form seinen Weg in die Geschichte. Die Figuren und die Handlung sind frei erfunden. Die Stimmung aber ist echt, und die kennen wir aus eigener Anschauung. Wer gerne Krimis aus dem Süden liest, von Venedig bis Sizilien, findet hier ein Pendant aus der Schweiz, mit italienischem Temperament und Schweizer Eigenheiten.

Gewidmet ist der Roman Mathias Gnädinger, dem unvergessenen Schauspieler, der aus unserer Sicht der wunderbarste Bernardi gewesen wäre. Wer ihn beim Lesen vor Augen hat, erlebt die Geschichte vielleicht noch etwas anders. Wir hoffen es jedenfalls.

Roland Voser, 15. Oktober 2026

Tessin-Krimi: Das Kreuz des Francesco Bernardi

Vorwort und alle bisher veröffentlichten Kapitel des Tessin-Krimis.

Seit 2018 Chief Editor, Mitbegründer und Teilhaber von smartmyway. Vorher Geschäftsführer von Media Markt E-Commerce AG, Media Markt Basel AG und Microspot AG, Geschäftsleitungsmitglied bei Interdiscount AG und NCR (Schweiz) AG sowie Managementberater bei AWK AG. Heute Autor mit Schwerpunkt auf politischen Analysen und fiktiven Geschichten.