EINE ÜBERSICHT DER FAKTENLAGE ZUR ZUWANDERUNG ANLÄSSLICH DES PAKETS SCHWEIZ-EU («BILATERALE III»). MIT EINER AUFBEREITUNG DER BFS- UND SEM-STATISTIKEN UND EINER KURZANALYSE.
Eine Faktenlage zur Zuwanderung Schweiz.
(c) 2026 Blumengarten, Cademario, Tessin, Schweiz, Foto: Roland Voser
Summary.
Im Vorfeld einer Abstimmung sollen sich die Stimmenden eine fundierte Meinung bilden können. Dazu gehört eine zweckmässige Faktenlage.
Aufgrund der zwiespältigen Erfahrung mit der Kommunikation und den Erläuterungen von Bundesrates und Verwaltung zum Paket Schweiz-EU ist die Konsultation der Primärquellen ratsam. Im Zusammenhang mit der Zuwanderung und der Bevölkerungsentwicklung sind hier BFS und SEM massgebend.
Im Zusammenhang mit dem Freizügigkeitsabkommen (Paket Schweiz-EU) und aktuell mit der Nachhaltigkeitsinitiative («10-Millionen-Initiative») sind im Folgenden die grundlegenden Eckpunkte in 10 Tabellen erhoben und kurz kommentiert.
Was die Faktenlage sagt:
Die Basisarbeit von Bundesrat und Verwaltungen ist ungenügend. Es gibt keine zweckmässig umfassende Faktenlage, die den Stimmenden als nötige Entscheidungsgrundlage dienen kann. Der Aufwand für die Stimmenden ist dafür enorm.
Die Schweiz vollbringt eine Meisterleistung in der Integration von Ausländern. In den anderen europäischen Ländern sind die Konflikte aus der Zuwanderung offen sichtbar. Staat und Polizei haben die Lage nicht mehr vollständig unter Kontrolle. Nicht so die Schweiz. Berücksichtigt man die Einbürgerungen der letzten Jahre, dann beträgt die ausländische Wohnbevölkerung rund die Hälfte der Wohnbevölkerung mit Schweizer Pass. Die Konflikte beschränken sich auf einzelne Attentäter, die allerdings mit der nötigen Sorgfalt und Achtsamkeit einzuordnen sind.
Die Schweiz wächst überdurchschnittlich und substanziell. Die Schweizer Bevölkerung wächst seit 1990 um rund 1% pro Jahr. Von 7.9 Millionen (2010) auf 9.1 Millionen (2024). Dies ergibt einen Zuwachs von 1.2 Millionen Menschen in 14 Jahren (plus 37%). Die ausländische Wohnbevölkerung ist in dieser Zeit um 40% gewachsen. Das Bevölkerungstotal inkl. nichtständiger Wohnbevölkerung und Grenzgänger liegt bereits knapp über 9.5 Millionen.
Der Ausländeranteil wächst dominierend, was gezielte Integrationsarbeit bedeutet. Das Wachstum wird primär durch die ständige ausländische Wohnbevölkerung getrieben, insbesondere durch Aufenthalter B und Niedergelassene C (ca. 2/3 EU/EFTA, 1/3 Drittstaaten). Die Schweizer Wohnbevölkerung wächst ebenfalls, jedoch hauptsächlich durch Einbürgerungen und nicht durch Geburten. Der Geburtenüberschuss ist langfristig rückläufig und bei den Schweizern zuletzt negativ. Gleichzeitig nimmt der Schweizeranteil an der Gesamtbevölkerung um 5 Prozentpunkte ab, der Ausländeranteil steigt entsprechend um 5%.
Die Grenzgänger gehören in den Fokus der Gesamtdiskussion. Die 406'000 Grenzgänger (+74% seit 2010) leisten einen erheblichen Beitrag zur Schweizer Wirtschaft und tragen zum Wohlstand des umliegenden Auslands bei. Sie erscheinen aber weder in der Bevölkerungsstatistik noch im BIP/Kopf. Die Schwerpunkte liegen in den Kantonen Genf, Tessin, Waadt und der Region Basel sowie in den Branchen Bau/Planung, Gesundheit/Pflege und unternehmensnahe Dienstleistungen. Nicht diskutiert wird, was weiteres Grenzgängerwachstum für die Schweiz bedeutet.
Die Branchen Bau/Planung sowie Gesundheit/Pflege/Betreuung haben viele Grenzgänger, viele ausländische Arbeitskräfte und gleichzeitig hohe Inlandsarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit ist ausserordentlich tief, das Verhältnis von Arbeitslosen zu offenen Stellen hat sich seit 2010 von 9:1 auf 3:1 verbessert. Knapp 49% der ständigen Wohnbevölkerung sind erwerbstätig. Auffällig ist jedoch, dass dieselben Branchen, die stark auf Grenzgänger und ausländische Arbeitskräfte setzen, gleichzeitig die höchsten Arbeitslosenquoten aufweisen. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Inländervorrang ungenügend greift und Personalrisiken zunehmend auf den Personalverleih und damit letztlich auf das Gemeinwesen abgewälzt werden.
Die Asylschiene ist intransparent und kann offenbar übergreifend weder beurteilt noch gesteuert werden. Die offiziellen Statistiken weisen die Asylschiene mit rund 4% der Einwanderungen aus. Diese Zahl ist jedoch methodisch irreführend: Die SEM-Statistik erfasst nur den Einwanderungsgrund bei Erstzulassung. Wer über die Asylschiene einreist und einen positiven Entscheid erhält, erscheint fortan als Aufenthalter B, Niedergelassener C oder anerkannter Flüchtling und ist statistisch nicht mehr als ehemaliger Asylsuchender erkennbar. Hinzu kommen rund 68'000 ukrainische Schutzbedürftige (Status S), die in der Einwanderungsstatistik gar nicht auftauchen. Der tatsächliche Umfang der Asylschiene und ihr langfristiger Verbleib in der Schweiz ist in keiner der verfügbaren Statistiken vollständig abgebildet.
Die Schweiz wird älter, auch Europa wird aus dem gleichen Grund nicht mehr helfen wollen und Drittstaaten werden zur zwingenden Alternative. Die Bevölkerung altert erkennbar und folgt damit dem europäischen Trend in Europa. Die Anteile der über 54-Jährigen nehmen in der Schweiz um 1–2 Prozentpunkte zu, jene der unter 55-Jährigen nehmen ab. Die einzige absolut rückläufige Altersgruppe sind Schweizer zwischen 40 und 54 Jahren. Dies ist möglicherweise erklärbar durch den Pillenknick und die überdurchschnittliche Auswanderung gut ausgebildeter Schweizer dieser Jahrgänge. Diese Lücke wird durch ausländische Zuwanderung teilweise kompensiert, aber nicht vollständig geschlossen.
Daraus ergeben sich grob folgende Handlungsfelder:
Integration: Soll die Schweiz weiterhin erfolgreich ihren Wohlstand und Lebensstandard halten können, benötigt es eine Integrationsstrategie mit dem Ziel, dass der ganzen Bevölkerung die Bedeutung der Grundwerte direkte Demokratie, bewaffnete Neutralität, Föderalismus und Konkorrdanz unmissverständlich klar ist.
Problembranchen: Bau/Planung und Gesundheit/Pflege/Betreuung sind Beispiele für Problembranchen, weil sie viele ausländische Arbeitskräfte nützen und gleichzeitig substanzielle Arbeitslosigkeit im Inland aufweisen. Damit werden Lasten der Allgemeinheit übertragen, die andere Branchen selbst schultern.
Asylschiene: Die Transparenz muss hergestellt werden, weil sonst die Kontrolle über diese sensible Gruppe verloren geht, was die Lebensqualität der ganzen Bevölkerung tangieren könnte.
Alterung: Die Schweiz muss die Frage beantworten, wie sie langfristig mit der Alterung der Gesellschaft umgehen will. Ein einseitig quantitatives Wachstum wirkt dazu ohne weitere Massnahmen als Schneeballsystem.
Fakten.
Tabelle 1: Langfristentwicklung.
Die BFS-Zahlen stehen in einer Zeitreihe erst von 2010 bis 2024 zur Verfügung (ohne Methodenbruch ab 2011). Die Tabelle 1 zeigt, dass im Vergleich zu den längeren Zeiträumen 1 und 2 (1990 bis 2024 bzw. 2026) der Zeitraum 3 (2010 bis 2024) der gleichen Tendenz folgt.
Damit kann dieser kürzere Zeitraum als repräsentativ für eine längere Entwicklung angenommen werden. Grob wächst die Bevölkerung der Schweiz ab 1990 pro Jahr um rund 1%.
Tabelle 2: Bevölkerungsbestand Schweiz.
Die Nachhaltigkeitsinitiative verlangt eine Begrenzung der ständigen Wohnbevölkerung bei 10 Millionen. Die Tabelle 2 zeigt sowohl die ständige, wie auch die nichtständige Wohnbevölkerung.
Auffällig ist, dass die ständige Wohnbevölkerung deutlich stärker, als die nichtständige Wohnbevölkerung wächst: Die Wohnbevölkerung mit Schweizer Pass wächst aufgrund der Einbürgerungen. Ins Auge sticht das Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung, massgebend getrieben durch Aufenthalter B und Niedergelassene C (ca. 2/3 EU/EFTA und 1/3 Drittstaaten).
Der Rest ist quasi vernachlässigbar, wobei die Schutzbedürftigen S (Ukraine-Flüchtlinge) ab 2023 von der nichtständigen in die ständige Wohnbevölkerung umgeteilt wurden.
Die Zahlen machen den Eindruck, dass Personen aus der Asylschiene durch Erteilung eines Aufenthalter- oder Niedergelassenenstatus in der Gesamtstatistik «verschwinden» und nicht mehr als solche erkennbar sind, weil die Zahl der über die Asylschiene in der Schweiz lebenden Personen offensichtlich viel höher ist.
Tabelle 3: Jährliche Bestandesveränderung (berechnet).
Tabelle 3 erhebt rechnerisch die jährlichen Veränderungen aufgrund des Bevölkerungsbestandes aus Tabelle 2. Im Vergleich mit Tabelle 4 (der offiziellen BFS-Bevölkerungsveränderung) zeigt sich, dass die dort ausgewiesenen Bewegungen (Ein- und Auswanderungen, Statuswechsel) deutlich grösser sind als die reinen Bestandesdifferenzen.
Dies bekräftigt die These, dass Personen aus der Asylschiene durch Statuswechsel in andere Kategorien übertreten und dort statistisch nicht mehr als solche erkennbar sind.
Für die nichtständige Wohnbevölkerung fehlen gemäss aktuellem Wissensstand vergleichbare Detaildaten. Dazu liefert Tabelle 3 zumindest einen Indikator für die Grössenordnung.
Tabelle 4: Bevölkerungsveränderung Schweiz (BFS).
Tabelle 4 zeigt die jährlichen Veränderungen innerhalb der ständigen Wohnbevölkerung. Für die nichtständige Wohnbevölkerung fehlen gemäss aktuellem Wissensstand vergleichbare Detaildaten oder sind nicht mit vertretbarem Aufwand zusammenzustellen.
Hier sind die Personen aus der Migrationsschiene ersichtlich.
Ihre Grössenordnung entspricht den Einbürgerungen. Letztere reduzieren die Ausländeranteile erheblich.
Auffällig sind zudem die hohen Werte bei den Ein- und Auswanderungen, die eine sehr hohe "Drehung" aufzeigen.
Der Geburtenüberschuss der Bevölkerung mit Schweizer Pass ist rückläufig, insgesamt bei der ständigen Wohnbevölkerung trotz einer gewissen Stabilisierung die letzten drei Jahre weiterhin rückläufig.
Tabelle 5: Grenzgänger Schweiz.
Die Grenzgänger sind in der Tabelle 5 speziell zu betrachten, weil ihre Arbeitsleistung das BIP der Schweiz erhöht, sich jedoch im BIP/Kopf nicht niederschlägt, da ihre Zahl nicht in der Bevölkerungszahl enthalten ist.
Auffällig ist ihr Anteil von 4.5% an der ständigen Wohnbevölkerung. Das Bevölkerungstotal inkl. nichtständige Wohnbevölkerung und Grenzgänger liegt bereits 2024 knapp über 9.5 Millionen.
Die Kantone Genf, Tessin, Waadt und die Region Basel (Total aus Basel-Stadt und Basel-Land) halten zweistellige Prozentanteile am Total der Grenzgänger.
Analog dazu sind die Branchen Bau/Planung sowie Gesundheit/Pflege/Betreuung die Spitzenreiter und damit Branchen, die vom quantitativen Wachstum profitieren. Ebenfalls stark sind unternehmensnahe Dienstleistungen, bei denen entweder inländische Arbeitskräfte fehlen oder die Unternehmen gezielt auf kostengünstigere Arbeitskräfte aus dem grenznahen Ausland setzen.
Spannend in dieser Betrachtung sind die Effekte: Einerseits stützt die Schweiz das grenznahe Ausland erheblich, andererseits verzichten die Kantone teilweise auf Steuersubstrat und kann der Zustrom an Grenzgängern den Druck für Effizienzsteigerungen im Inland reduzieren.
Tabelle 6: Erwerbstätige Schweiz.
Der Anteil der Erwerbstätigen an der ständigen Wohnbevölkerung findet sich in Tabelle 6 und liegt langfristig stabil bei knapp 49%, bezogen auf die Gesamtbevölkerung inkl. Grenzgänger bei rund 46%, mit leicht steigender Tendenz.
Wie bei den Grenzgängern ergibt sich das gleiche Bild bei den Vollzeitäquivalenten: Gesundheit/Pflege/Betreuung, Bau/Planung und unternehmensnahe Dienstleistungen sind die stärksten Branchen. Diese profitieren vom BIP- und Bevölkerungswachstum am meisten.
Interessant ist, dass der Teilzeitgrad über die Jahre gleichbleibend bei rund 78% ist. Nahezu gleich wachsen die beschäftigten Personen und die Vollzeitäquivalente. Eine signifikante Zunahme der Teilzeitbeschäftigung ist hier nicht erkennbar.
Rückläufig sind beschäftigungsintensive Branchen wie der Detailhandel, Industrie/Produktion/Rest sowie weniger beschäftigungsintensive Branchen wie die Landwirtschaft und die Metallindustrie.
Tabelle 7: Arbeitslose Schweiz.
Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist gemäss Tabelle 7 ausserordentlich tief und stabil. Sie ist langfristig rückläufig, zuletzt jedoch mit leichter Zunahme.
Der Anteil der Arbeitslosen an den Erwerbstätigen wie auch die Arbeitslosenquote sind rückläufig.
Die Arbeitslosigkeit ist in den Branchen Bau/Planung, Gesundheit/Pflege/Betreuung, Gastgewerbe/Tourismus und unternehmensnahe Dienstleistungen anteilsmässig am höchsten.
Auffällig ist, dass bei Gesundheit/Pflege/Betreuung die Arbeitslosigkeit bei den Schweizern am höchsten ist, und bei Bau/Planung unter deutlicher Zunahme sowie Gastgewerbe/Tourismus unter deutlicher Abnahme bei der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung am höchsten ist.
Dass diese Werte mit den Grenzgängerbranchen im Einklang sind, zeigt, dass der Inländervorrang ungenügend greift und dass diese Branchen ihre Probleme tendenziell auf das Gemeinwesen abwälzen.
Auffällig ist, dass kleinere Branchen zum Teil einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnen. Dies insbesondere bei der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung (z.B. Chemie/Pharma, Verkehr/Logistik, unternehmensnahe Dienstleistungen, IT/Kommunikation/Medien und Bildung/Forschung).
Tabelle 8: Gemeldete offene Stellen Schweiz.
Die Tabelle 8 ist mit Vorsicht zu geniessen, weil die Unternehmen nicht alle offenen Stellen melden.
Das Verhältnis von Arbeitslosen zu offenen Stellen hat sich von rund 9:1 auf rund 3:1 verbessert. Der Arbeitsmarkt ist somit deutlich enger geworden.
Auffällig ist die massive Zunahme im Personalverleih. Offensichtlich lagern die Unternehmen ihre Personalrisiken in den Personalverleih aus.
Der Anteil der offenen Stellen ist sonst im Gastgewerbe/Tourismus am höchsten. Gleichzeitig verzeichnet die Branche den drittgrössten Anteil an Arbeitslosen primär bei der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung.
Analog zur Tabelle 7 sind die sprunghaften Veränderungen bei kleineren Branchen zu beobachten.
Tabelle 9: Einwanderungsgrund.
Die Tabelle 9 hat eine andere Datenquelle (SEM) und zeigt eingangs die Unterschiede auf.
Interessant ist, dass rund 60% Erwerbstätigkeit als Einwanderungsgrund angeben. Zusammen mit Familiennachzug und Aus-/Weiterbildung macht das in etwa 87% aller Einwanderer aus.
Die Asylschiene umfasst etwa 4%, was verkraftbar scheint. Allerdings sind die ukrainischen Flüchtlinge nicht sichtbar, was die Aussage stark relativiert und diese Tabelle als Gesamtes in Frage stellt. Denn was fehlt sonst noch oder wo sind die vielen Asylsuchenden denn hingekommen?
Zudem erfasst die SEM-Statistik nur den Einwanderungsgrund bei Erstzulassung. Wer über die Asylschiene einreist, erscheint also nach erfolgreichem Asylprozess als Aufenthalter B, Niedergelassener C, anerkannter Flüchtling oder Härtefall.
Diese Personen sind damit statistisch nicht mehr als ehemaliger Asylsuchender erkennbar. Der tatsächliche Umfang und Verbleib der Asylschiene ist in keiner der verfügbaren Statistiken mehr vollständig abgebildet.
Tabelle 10: Altersstruktur.
Tabelle 10 muss sorgfältig gelesen werden.
Die Altersgruppen umfassen eine unterschiedliche Anzahl Jahrgänge. Die Anteile 2024 zeigen für die Altersgruppen Kinder/Jugendliche sowie Senioren pro Jahr einen Anteil von 1%. Die Altersgruppen Leistungs-/Erfahrungs-/Wissensträger umfassen rund 1.5% pro Jahr.
Der Anteil der Bevölkerung mit Schweizer Pass ist erkennbar rückläufig (minus 5 Prozentpunkte). Im Gegenzug nimmt der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung um 5 Prozentpunkte zu.
Die Anteile U55 nehmen um 1 Prozentpunkt ab. Die Anteile Ü54 nehmen um 1–2 Prozentpunkte zu. Damit altert die Bevölkerung erkennbar.
Bezieht man die Grössen auf die 2010er-Werte, dann wird die Altersverschiebung markant.
Doch sehr auffällig ist Folgendes: Die einzige rückläufige Altersgruppe sind jene Menschen mit Schweizer Pass zwischen 40 und 54 (Jahrgänge 70er bis Mitte 80er Jahre). Diese Gruppe wurde durch ausländische Personen kompensiert, aber wächst nicht im gleichen Masse wie die anderen Gruppen. Dies ist durch den Pillenknick und die überdurchschnittliche Auswanderung gut ausgebildeter Schweizer dieser Jahrgänge erklärbar.